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Managed Hosting: Was es ist und wann es sich lohnt

Managed Hosting heißt: Der Anbieter betreibt den Server, Sie kümmern sich um Ihr Projekt. Was dazugehört, was es kostet und wann es sich statt Webhosting lohnt.

Managed Hosting bezeichnet ein Hosting-Modell, bei dem der Anbieter nicht nur Hardware und Netz bereitstellt, sondern den Server vollständig betreibt: Betriebssystem, Sicherheitsupdates, Monitoring, Backup und Störungsbehebung liegen beim Hoster, der Kunde kümmert sich ausschließlich um seine Anwendung. Der Begriff wird allerdings sehr unterschiedlich benutzt. Manche Anbieter nennen schon ein Webhosting-Paket mit automatischen Updates "managed", andere meinen damit einen dedizierten Server mit persönlichem Ansprechpartner. Dieser Beitrag klärt, was Managed Hosting im engeren Sinn umfasst, wie es sich von Webhosting und Root Server abgrenzt und für wen sich der Aufpreis rechnet.


Was gehört zu Managed Hosting dazu?

Der Kern ist die Verantwortung für das System. Beim Managed Hosting installiert und härtet der Anbieter das Betriebssystem, spielt Sicherheitsupdates ein, überwacht Dienste und Auslastung rund um die Uhr und greift ein, wenn etwas ausfällt. Dazu kommen ein regelmäßiges Backup mit Wiederherstellung durch den Anbieter, eine Firewall und in der Regel ein fester Ansprechpartner, der die Umgebung kennt. Was Sie selbst tun, ist die Arbeit an Ihrer Anwendung: Inhalte pflegen, Shop-Plugins installieren, Deployments fahren. Bei webhostone heißt dieses Modell Full-Managed und ist beim Managed Server ab 67 € im Monat enthalten. Der Unterschied zum reinen Serverbetrieb zeigt sich nachts um drei: Wenn der Datenbankdienst hängt, klingelt beim Managed Hosting das Telefon des Technikers, nicht Ihres.


Worin unterscheidet sich Managed Hosting von Webhosting?

Klassisches Webhosting ist ebenfalls vollständig betreut, allerdings auf einer geteilten Plattform mit festen Leistungsgrenzen: Arbeitsspeicher pro Paket, Skriptlaufzeit, keine eigenen Serverdienste. Für die allermeisten Websites, Blogs und kleinen Shops ist das genau richtig und mit knapp fünf Euro im Monat auch deutlich günstiger. Managed Hosting beginnt dort, wo diese Grenzen stören: wenn eine Anwendung Redis oder OpenSearch braucht, wenn mehrere Projekte voneinander isoliert laufen sollen, wenn Lastspitzen dedizierte Ressourcen verlangen oder wenn Compliance-Anforderungen einen eigenen Server vorschreiben. Die Faustregel: Solange Ihr Projekt mit PHP, MariaDB und einem Cronjob auskommt, bleiben Sie im Webhosting. Sobald Sie einen Dienst installieren wollen, den es dort nicht gibt, sind Sie beim Managed Hosting.


Und der Unterschied zum Root Server?

Der Root Server ist das Gegenmodell: Sie bekommen volle Rechte und die volle Verantwortung. Updates, Härtung, Monitoring und Backup-Rücksicherung sind Ihre Aufgabe. Das ist günstiger, bei webhostone ab 28 € im Monat, und für Entwickler, Agenturen mit eigenem Administrator oder Testsysteme die richtige Wahl. Die ehrliche Rechnung geht aber über den Mietpreis hinaus. Ein Administrator, der monatlich vier Stunden für Updates, Logs und Störungen aufwendet, kostet mehr als die Differenz zum Managed Hosting. Und im Ernstfall, bei einem Angriff oder Datenverlust, zählt nicht, wer den Server hätte pflegen sollen, sondern wer es getan hat. Wer keinen Administrator im Haus hat, sollte den Root Server nicht wegen des Preises wählen.


Für wen lohnt sich Managed Hosting?

Drei Gruppen profitieren am deutlichsten. Erstens Onlineshops und Portale, bei denen Ausfallzeit direkt Umsatz kostet und die Verfügbarkeit vertraglich zugesagt sein soll. Zweitens Unternehmen mit eigener Fachanwendung, aber ohne eigene IT-Abteilung, etwa Handwerksbetriebe, Praxen oder Kanzleien, bei denen zusätzlich § 203 StGB und die DSGVO einen kontrolliert betriebenen Server in Deutschland nahelegen. Drittens Agenturen, die für ihre Kunden Hosting mitverkaufen und dafür einen verlässlichen Partner brauchen, ohne selbst Serverbetrieb anzubieten. Für containerbasierte Anwendungen gibt es das Modell auch als Managed Docker Hosting, bei dem der Betrieb der Container-Plattform mit übernommen wird.


Worauf sollten Sie beim Anbieter achten?

Lassen Sie sich genau beschreiben, was "managed" im konkreten Vertrag bedeutet. Wichtig sind: Wer spielt Updates ein und in welchem Rhythmus? Wird rund um die Uhr überwacht, und wer reagiert nachts? Wie oft wird gesichert, wie lange aufbewahrt, und kostet die Wiederherstellung extra? Ist die Verfügbarkeit im SLA zugesagt, und was passiert bei Unterschreitung? Wo steht der Server, und wer betreibt das Rechenzentrum? Erreichen Sie einen Menschen am Telefon, der Ihre Umgebung kennt? Ein Anbieter, der diese Fragen schriftlich beantwortet, meint mit Managed Hosting dasselbe wie Sie. webhostone betreibt Managed Server seit 1998 ausschließlich in deutschen Rechenzentren, mit Telefon- und LiveChat-Support an Werktagen und 24/7-Notfallsupport, und beantwortet diese Fragen vor Vertragsabschluss.