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9 Tipps für Ihren Domainnamen

Ein Domainname begleitet Sie über Jahre — auf Visitenkarten, in E-Mail-Adressen und in jedem „schau mal auf...". Worauf es bei der Wahl wirklich ankommt: kurz, merkbar, die richtige Endung und keine rechtlichen Stolperfallen. Plus Checkliste für den schnellen Faktencheck vor der Bestellung.

© CREATIVA IMAGES

Der richtige Domainname: So finden Sie eine Adresse, die bleibt

Ein Domainname wirkt erst mal wie eine Kleinigkeit. Ein paar Wörter vor dem Punkt, fertig. In der Praxis ist es eine der wenigen Entscheidungen, die Sie über Jahre begleitet: Sie steht auf Visitenkarten, in E-Mail-Adressen, in Google-Ergebnissen und in jedem Gespräch, in dem jemand sagt "schau einfach mal auf...". Eine Domain später zu wechseln ist möglich, aber lästig. Deshalb lohnt es sich, vorher ein paar Minuten nachzudenken.

Was ein guter Domainname können muss

Eine gute Domain macht drei Dinge gleichzeitig. Man kann sie sich merken, man kann sie am Telefon vorlesen, ohne dass das Gegenüber nachfragt, und sie passt zu dem, was Sie tun. Klingt simpel, scheitert aber oft am Detail. Der Name "Müllers Fahrradwerkstatt am alten Bahnhof" beschreibt Ihr Geschäft perfekt und ist als Domain trotzdem eine Zumutung. Faustregel: Wenn Sie den Namen jemandem am Telefon diktieren und der ihn beim ersten Mal richtig tippt, sind Sie auf einem guten Weg.

Kurz schlägt clever

Kurze Domains gewinnen fast immer. Sie sind schneller getippt, passen besser in ein Logo und verzeihen Tippfehler eher. Alles unter 15 Zeichen vor der Endung ist angenehm, darunter wird es richtig handlich. Was Sie sich sparen können, sind kreative Verschachtelungen, die nur Ihnen einleuchten. Wortspiele, die man buchstabieren muss, kosten Sie jeden Tag ein paar Besucher, die bei der falschen Schreibweise landen. Im Zweifel lieber das langweilige, klare Wort als die geniale Idee, die keiner versteht.

Der Name, den Leute tatsächlich eintippen

Überlegen Sie, wonach jemand sucht, der Sie noch nicht kennt. Heißt Ihr Café "Kontrast", die Leute suchen aber nach "Café Wangen", dann ist der Firmenname allein vielleicht nicht genug. Manchmal ist eine zweite Domain mit dem beschreibenden Begriff sinnvoll, die einfach auf die Hauptseite weiterleitet.

Welche Endung? .de, .com oder etwas anderes

Die Endung nach dem Punkt heißt Top-Level-Domain. Davon gibt es inzwischen Hunderte, aber für die meisten in Deutschland kommt es auf wenige an.

Für ein Unternehmen oder Projekt mit Schwerpunkt in Deutschland ist .de die naheliegende Wahl. Sie signalisiert Nähe, wird von deutschen Nutzern erwartet und ist bei Suchergebnissen im Inland im Vorteil. Wenn Sie international auftreten oder die Marke schützen wollen, ist .com die zweite Adresse, die Sie im Blick haben sollten. Viele Firmen sichern sich beides und leiten eine auf die andere weiter, damit niemand die Variante besetzt.

Die neueren Endungen wie .shop, .online oder .studio können passen, wenn sie wirklich zum Angebot gehören. Sie sind aber noch weniger vertraut, und manche Leute hängen aus Gewohnheit trotzdem ein .de an. Wenn Sie sich für so eine Endung entscheiden, prüfen Sie vorher, ob die .de-Variante nicht jemand anderes hält, der Ihren Verkehr abgreift.

EndungPasst gut fürWorauf achten
.deLokales und deutsches Geschäft, Vereine, PrivatseitenErste Wahl im Inland, sollte fast immer dabei sein
.comInternationale Ausrichtung, MarkenschutzOft schon vergeben, lohnt sich als Ergänzung
.shop, .online, .studio u. a.Klar abgegrenzte Angebote, moderne ProjekteWeniger vertraut, .de zusätzlich sichern

Bindestriche, Zahlen und Umlaute

Hier liegen die typischen Stolperstellen. Ein Bindestrich macht aus "mein-bestes-angebot" zwar etwas Lesbares, aber am Telefon wird daraus eine Buchstabierübung. Eine Domain ohne Bindestrich ist meist die bessere Wahl. Falls die saubere Variante schon weg ist, ist ein einzelner Bindestrich okay, mehrere werden schnell unübersichtlich.

Zahlen sind heikel, weil nie klar ist, ob "4" als Ziffer oder als Wort gemeint war. "wir4you" klingt beim Sprechen nett und sorgt beim Tippen für Ratlosigkeit. Wenn Sie eine Zahl im Namen haben, sichern Sie sich am besten beide Schreibweisen.

Umlaute funktionieren technisch in deutschen Domains, also sind "müller.de" oder "grüße.de" erlaubt. Trotzdem sichern viele zusätzlich die ausgeschriebene Form mit "ue", weil nicht jeder weiß, dass Umlaute überhaupt gehen, und manche Programme damit holpern. Sicher ist, wer beide Varianten hat.

Rechtliches: kurz prüfen, später keinen Ärger

Ein Name kann frei verfügbar sein und trotzdem Probleme machen. Wenn er einer eingetragenen Marke oder einem bekannten Firmennamen ähnelt, riskieren Sie eine Abmahnung, selbst wenn Sie es nicht böse gemeint haben. Bevor Sie sich festlegen, lohnt ein kurzer Blick: Gibt es eine Firma gleichen Namens? Taucht der Begriff im Markenregister auf? Eine schnelle Suche beim Deutschen Patent- und Markenamt (dpma.de) kostet nichts und erspart im Zweifel viel.

Das ist keine Rechtsberatung, und bei einem größeren Markenauftritt sollten Sie das vorher mit jemandem klären, der sich damit auskennt. Für die meisten Privat- und Kleinprojekte reicht der gesunde Menschenverstand: Finger weg von Namen, die offensichtlich nach einer bekannten Marke klingen.

Bevor Sie bestellen: die schnelle Checkliste

  • Lässt sich der Name am Telefon vorlesen, ohne zu buchstabieren?
  • Ist er kurz genug, um aufs Logo und in eine E-Mail-Adresse zu passen?
  • Haben Sie .de gesichert und, falls relevant, auch .com?
  • Gibt es naheliegende Tippfehler oder zweite Schreibweisen, die Sie mitnehmen sollten?
  • Kollidiert der Name mit einer bestehenden Marke oder Firma?
  • Gefällt er Ihnen auch in zwei Jahren noch, wenn der aktuelle Trend vorbei ist?

Und dann?

Wenn der Name steht, geht der Rest schnell. Verfügbarkeit prüfen, registrieren, mit Ihrem Hosting verbinden, und die passenden E-Mail-Adressen einrichten. Genau diesen Teil nehmen wir Ihnen ab: Domain checken, sichern und sauber ans Hosting koppeln, ohne dass Sie sich mit den technischen Details herumschlagen müssen.

Den guten Namen finden ist der schwierige Teil. Nehmen Sie sich die paar Minuten dafür. Der Rest ist Routine.